Im Februar präsentiert Sky unter anderem die folgenden Highlights: Birdman oder (die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit) (IMDb: 7.8/10), Ex Machina (IMDb: 7.7/10) und Still Alice – Mein Leben ohne gestern (IMDb: 7.5/10). Ausführliche Informationen und eine Übersicht über alle Sendetermine gibt es auf sky.de im Bereich Film:

Birdman oder (die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit) (2014)

IMDb Wertung: 7.8/10 (Originaltitel: Birdman)
Ab Sonntag, 28.02.2016 um 20:15 auf Sky Cinema, Sky Go und Sky On Demand

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Birdman oder (die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit) Früher war Riggan Thomson (Michael Keaton) als „Birdman“ ein gefeierter Filmsuperheld. Doch als er ablehnte, seine Rolle ein viertes Mal zu spielen, kam seine Karriere ins Stocken. 20 Jahre später will sich der alternde Ex-Star, dem die Anerkennung der Kritiker stets verwehrt blieb, nun seinen großen Traum erfüllen: ein Broadway-Stück inszenieren und die Hauptrolle übernehmen. Die Produktion der anspruchsvollen Raymond-Carver-Adaption läuft jedoch katastrophal: Bei den Proben stürzt seinem Hauptdarsteller ein Scheinwerfer auf den Kopf, zwischen Riggan und seinem exzentrischen neuen Co-Star Mike (Edward Norton) fliegen die Fäuste und auch seine vorlaute Tochter (Emma Stone) lässt den Möchtegern-Theaterregisseur immer mehr verzweifeln. Als dann auch noch die eiskalte Kritikerin Tabitha (Lindsay Duncan) schon vor der Premiere einen gnadenlosen Verriss ankündigt, scheint Birdmans großer Traum endgültig zum Scheitern verurteilt.

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Regisseurin und Darstellerin Elizabeth Banks hält in der Fortsetzung der Comedy an ihrem Erfolgsrezept fest: Blitzblanke Gesangseinlagen, absurder Humor und – für die gefühlvollen Momente – herzergreifende Mädchenfreundschaft. Die skurrile Mädelsclique um Bandleaderin Beca (Anna Kendrick) und Fat Amy (Rebel Wilson) besteht aus Undergog-Charakteren, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, doch die ihre Liebe zur Musik verbindet. Mit viel Charme werden die Außenseiterinnen zu Heldeninnen, die sich in atemberaubenden Gesangs-Battles beweisen – diesmal vor allem gegen die herrlich überzeichnete deutsche Konkurrenz, Das Sound Machine, die wie eine Mischung aus Rammstein und Kraftwerk als A-cappella-Truppe aufmarschiert. Am Ende begeistert „Pitch Perfect 2“ wieder als Feel-Good-Movie, das die Macht der Musik und Freundschaft feiert. Oder wie es der von John Michael Higgins gespielte Moderator der Gesangswettbewerbe ausdrückt: „Welch eine Inspiration für Mädchen auf der ganzen Welt – die zu hässlich sind, um Cheerleader zu werden.“ Das Konzept ging auch an der Kinokasse voll auf: Mit einem Einspielergebnis von über 280 Millionen Dollar überholte „Pitch Perfect 2“ „School of Rock“ als erfolgreichste Musikkomödie. Und das Erfolgs-Franchise geht noch weiter: Ein dritter „Pitch Perfect“-Teil ist bereits in Arbeit.

Ex Machina (2014)

IMDb Wertung: 7.7/10 (Originaltitel: Ex Machina)
Ab Samstag, 13.02.2016 um 20:15 auf Sky Cinema, Sky Go und Sky On Demand

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Ex Machina Es ist das große Los in der internen Firmenlotterie: Programmierer Caleb (Domhnall Gleeson) gewinnt ein Treffen mit dem ebenso legendären wie mysteriösen Firmengründer. Kaum ist er im abgeschiedenen High-Tech-Bungalow des exzentrischen Nathan (Oscar Isaac) eingetroffen, erfährt der Computer-Nerd allerdings den wahren Grund für seinen Trip: Er soll herausfinden, ob der von Nathan mit künstlicher Intelligenz ausgestattete Roboter Ava (Alicia Vikander) über ein eigenes Bewusstsein verfügt. Anfangs nur zögernd lässt sich Caleb auf das Experiment ein – und kann sich Avas Ausstrahlung bald kaum noch entziehen. Als Ava ihn dann auch noch warnt, Nathan keinesfalls zu vertrauen, gerät das Experiment außer Kontrolle. Caleb verstrickt sich immer tiefer in ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel, in dem er offenbar von mehreren Seiten manipuliert wird.

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Der tollpatschigste Wachmann der Welt brettert wieder auf seinem Segway los: Mit „Der Kaufhaus Cop 2“ beweist „King of Queens“-Star Kevin James erneut, dass er das Format für die große Leinwand hat. Als der übergewichtige Möchtegern-Bruce-Willis Paul Blart steigt er diesmal in die Security-Superliga auf: In der Crime-Hochburg Las Vegas bekommt er es mit der organisierten Kriminalität zu tun und kann endlich zeigen, was in ihm steckt. Die von Adam Sandler produzierte Komödie findet erneut die goldene Mitte zwischen Action und Situationskomik – und hat damit alles, was schon den ersten Teil zum Überraschungs-Comedyhit des Jahres 2009 machte.

Still Alice – Mein Leben ohne gestern (2014)

IMDb Wertung: 7.5/10 (Originaltitel: Still Alice)
Ab Samstag, 20.02.2016 um 20:15 auf Sky Cinema, Sky Go und Sky On Demand

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Still Alice - Mein Leben ohne gestern Dr. Alice Howland (Julianne Moore) hat erreicht, was man sich nur wünschen kann: Mit Anfang 50 ist sie ist eine renommierte Linguistik-Dozentin an der Columbia University, Mutter von drei erwachsenen Kindern und glücklich verheiratet mit dem erfolgreichen Arzt John (Alec Baldwin). Doch seit Kurzem bemerkt sie beunruhigende Veränderungen, vergisst während ihrer Vorträge einzelne Begriffe, verliert beim Joggen die Orientierung. Die erschütternde Diagnose: Alice leidet unter einer erblichen, früh einsetzenden Form der Alzheimer-Krankheit – Heilung ausgeschlossen, rascher geistiger Verfall sehr wahrscheinlich. Alice und ihre Familie sind schockiert: Wie wird es weitergehen, und tragen auch die Kinder die Krankheit in sich? Ihr Sohn Tom (Hunter Parrish), der selbst gerade eine medizinische Karriere startet? Ihre entfremdete Tochter Lydia (Kristen Stewart)? Oder gar die schwangere Anna (Kate Bosworth)? Verzweifelt versucht Alice, so viel wie möglich von ihrem bisherigen Leben zu erhalten, die Kontrolle nicht zu verlieren. Aber mit Erinnerung, Orientierung und Sprache schwinden auch Teile von Alices Identität – was ihre Beziehungen zu John und den Kindern radikal verändert.

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Was genau macht hat den Menschen zum Menschen? Wie verantwortungsvoll gehen wir mit technischen Erfindungen um? Was passiert, wenn uns die eigenen technischen Geschöpfe übertrumpfen? Mit solch drängenden Zukunftsfragen entführt Regisseur Alex Garland in seinem klugen Debüt „Ex Machina“ in einen beunruhigenden Science-Fiction-Alptraum, in dem der Mensch schnell an seine Grenzen stößt. Mit vielen cleveren Ideen lockt der Autor von Hits wie „Dredd“ und „28 Days Later“ die Zuschauer im Katz-und-Maus-Spiel Mensch gegen Maschine ständig auf neue falsche Fährten und entfacht ein allgegenwärtiges Gefühl der Bedrohung. Großartig sind ebenfalls die Darsteller: Alicia Vikander („Seventh Son“) verblüfft als vermeintlich verletzliches Maschinenmädchen mit erwachendem Bewusstsein und erhielt dafür eine Golden-Globe-Nominierung. Oscar Isaac („A Most Violent Year“, „Star Wars: Episode VII – Das Erwachen der Macht“) lässt derweil als jovial-skrupelloser Internetmilliardär im Machbarkeitswahn frösteln.

Jurassic World (2015)

IMDb Wertung: 7.1/10 (Originaltitel: Jurassic World <3D>)
Ab Sonntag, 21.02.2016 um 20:15 auf Sky Cinema, Sky Go und Sky On Demand

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Jurassic World Der Themenpark „Jurassic World“ auf der Isla Nublar ist ein voller Erfolg. Tausende Besucher strömen begeistert durch die Anlagen und bewundern die einst ausgestorbenen und nun zu neuem Leben erweckten Geschöpfe. Auf braven Dinos reiten Kinder, die gefährlichen Urzeitriesen bewundert man in sicheren Gehegen und bei spektakulären Shows. Parkbesitzer Simon Masrani (Irrfan Khan) fordert trotzdem eine neue Attraktion. Also entwickelt Dr. Henry Wu (BD Wong) einen ganz besonderen neuen Dino: den Indominus Rex. Der ist jedoch nicht nur gefährlicher, sondern auch gerissener, als erwartet. Als der aggressive Superkiller ausbricht und Jagd auf Mensch und Tier macht, ist von Chefin Claire (Bryce Dallas Howard) großer Einsatz gefragt. Denn auch ihre beiden kleinen Neffen sind gerade allein im Park unterwegs. Zur Seite hat die kühle Managerin nur den draufgängerischen Dino-Trainer Owen Grady (Chris Pratt), mit dem das erste Date einst total in die Hose ging.

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Anika Decker ist die kommerziell erfolgreichste Drehbuchautorin Deutschlands. Sie zeichnet unter anderem verantwortlich für „Keinohrhasen“ und „Zweiohrküken“ und versuchte sich nun mit „Traumfrauen“ zum ersten Mal auch als Regisseurin. Sie selbst war beim Dreh nach eigener Aussage „total verwundert, dass der neue Job so gut geklappt hat“, und brachte mit ihrem Regiedebüt eine ganze Armada deutscher Stars auf die Leinwand. So brilliert die etablierte Bambi- und Grimmepreisträgerin Hannah Herzsprung ebenso wie die wilde TV-Frau Palina Rojinski in ihrer ersten Kino-Hauptrolle, dazu die Grande Dame des deutschen Films Iris Berben neben dem Publikumsmagneten und Frauenschwarm Elyas M’Barek. Die besonders humorvolle Sicht der „Traumfrauen“ auf die Männerwelt macht den Film für beide Geschlechter gleichermaßen sehenswert – und kurzweilig.

Die Trauzeugen AG (2014)

IMDb Wertung: 6.7/10 (Originaltitel: The Wedding Ringer)
Ab Samstag, 27.02.2016 um 20:15 auf Sky Cinema, Sky Go und Sky On Demand

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Die Trauzeugen AG In zwei Wochen soll Doug (Josh Gad) vor den Traualtar treten, um seine Traumfrau Gretchen (Kaley Cuoco-Sweeting) zu heiraten. Dabei gibt es nur ein Problem: Der Einzelgänger hat einfach keine Freunde, die die Rolle der Trauzeugen übernehmen könnten. Da engagiert er den professionellen Trauzeugen Jimmy (Kevin Hart). Doch die skurrilen Kandidaten, mit denen Jimmy zusammen antreten will, sind so gar nicht nach Dougs Geschmack.

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Ausnahmeschauspielerin Julianne Moore zeigt an der Seite von Alec Baldwin und einer großartigen Kristen Stewart, warum sie zu den besten Schauspielerinnen ihrer Generation gehört: Berührend und geradezu schmerzhaft realistisch lässt sie den Zuschauer daran teilhaben, wie eine starke, unabhängige Frau sich mit einem unentrinnbares Schicksal auseinandersetzt. Abwehr und Verzweiflung, Akzeptanz und Verlust, Trost und Nähe sind Stationen auf diesem Weg, der doch stets nur in eine Richtung führt. Wie Julianne Moore diese emotional aufwühlende Reise darstellt, ist schlicht ergreifend – mehr als zu Recht wurde sie für ihre Rolle in der Verfilmung des Bestsellers von Neurologin Lisa Genova mit dem Golden Globe und dem Oscar ausgezeichnet. Die Regisseure Richard Glatzer und Wash Westmoreland konnten der Verleihung nicht mehr gemeinsam beiwohnen: Westmoreland verlor seinen Mann im März 2015 an die Nervenkrankheit ALS.
„Ihre Rolle als Professorin mit Alzheimer bescherte Julianne Moore ihren ersten Oscar. Zu Recht. Ihr Auftritt macht ‚Still Alice‘ zum großen Film.“ (Spiegel Online) „Das Drama [überzeugt] durch starke Emotionen und spielt in ungewohnter Klarheit mit psychologischen Wahrheiten.“ (Blickpunkt Film)

Pitch Perfect 2 (2015)

IMDb Wertung: 6.5/10 (Originaltitel: Pitch Perfect 2)
Ab Samstag, 06.02.2016 um 20:15 auf Sky Cinema, Sky Go und Sky On Demand

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Pitch Perfect 2 Ausgerechnet bei einem wichtigen Auftritt vor dem US-Präsidenten passiert den Barden-Bellas ein peinlicher Schnitzer. Die gefeierten A-cappella-Mädels um Beca und Fat Amy (Anna Kendrick, Rebel Wilson) sind deshalb für den Wettbewerb der Colleges gesperrt. Es bleibt ihnen nur eine Chance, um sich wieder zu qualifizieren: Sie müssen bei den Weltmeisterschaften triumphieren. Doch die Konkurrenz scheint übermächtig – vor allem die erfolgsverwöhnte und superarrogante deutsche Gruppe Das Sound Machine. Doch die Bellas haben noch ein Trumpf im Ärmel: Neuzugang Emily (Hailee Steinfeld), die auch eine talentierte Songschreiberin ist.

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Dinos, Dinos, Dinos! Bei der Wiederauflage der berühmten Filmreihe nach dem Buch von Michael Crichton sind ganz klar die Urzeitbewohner die Stars. Dank grandioser Effekte – besonders auch in 3D – kann der Zuschauer die mal kleinen, mal gewaltig großen Saurier erleben, wie nie zuvor. Die Brontosaurier strahlen große Eleganz aus, der T-Rex ist richtig schön furchteinflößend. Hauptdarsteller Chris Pratt bevorzugt allerdings andere Dinos: „Die Velociraptoren sind meine Lieblingssaurierer. Sie sind als Rudeljäger einfach supercool. Aber auch den riesigen schwimmenden Mosasaurier liebe ich. Er ist so verdammt böse!“. Als lässige Sprüche klopfender Draufgänger sorgt Pratt in der actionreichen Dino-Hatz für viele witzige Momente. Seine Mission ist dabei aber nicht nur, die neuen Monsterechsen zur Strecke zu bringen, sondern auch Bryce Dallas Howard als stocksteife Managerin zu erobern. Zwei Aufgaben, die er natürlich mit Bravour meistert.
„Spätestens nach 45 Minuten bricht die Action nicht mehr ab, und am Ende gilt die Devise: Es gibt immer einen größeren Dino.“ (Cinema) Der Film ‚Jurassic World‘ entpuppt sich als Popcorn-Kino von erstaunlichem Reflexionsniveau.“ (Berliner Zeitung) „Die vorzeitlichen Monster sind in der „Jurassic World“ eben noch ein Stück krasser, noch größer und noch fieser. Und sie sind viele!“ (Stern)

Traumfrauen (2014)

IMDb Wertung: 5.4/10 (Originaltitel: Traumfrauen)
Ab Sonntag, 14.02.2016 um 20:15 auf Sky Cinema, Sky Go und Sky On Demand

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Es läuft nicht gerade rund im Liebes-Leben von Leni (Hannah Herzsprung). Kurz vor dem Zusammenziehen mit ihrem Freund und zukünftigen Ehemann stellt sie fest, dass dieser seit Monaten fremdgeht. Auch ihre Schwester Hannah (Karoline Herfurth), zu der sich die Gekränkte flüchtet, ist ihr nicht wirklich eine Hilfe. Sie hat ebenfalls mit privaten Problemen zu kämpfen, zu denen auch noch berufliche kommen. Glücklicherweise gibt es ja Vivi (Palina Rojinski), die beste Freundin der beiden Schwestern. Sie bringt die verstörte Leni wieder auf Kurs, empfiehlt ihr ein ultimatives Mittel gegen Liebeskummer: mit so vielen Männern zu schlafen wie nur möglich. Gemeinsam kümmern sich die drei Frauen um Margaux (Iris Berben), die Mutter der beiden Schwestern. Sie wurde nach 35 Ehejahren von ihrem Mann wegen einer jüngeren Frau verlassen und ist ähnlich am Boden zerstört wie Tochter Leni. Dem zweifelhaften Rat von Vivi folgend, stürzt sich Leni in die Männerwelt und verstrickt sich heillos in ein massives Gefühlschaos, dem auch durchaus ernstzunehmende Kandidaten für eine potenzielle Beziehung wie Joseph (Elyas M’Barek) zum Opfer fallen. Schließlich tun sich aber doch für alle vier Frauen ungeahnte Möglichkeiten auf.

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Die Geschichte von Riggan Thomson alias „Birdman“ ist auch die Geschichte seines Darstellers Michael Keaton: Als „Batman“ schwang sich Keaton Ende der 80er-Jahre zu Superstarhöhen auf, doch ein drittes Mal wollte er nicht mehr ins Superheldenkostüm schlüpfen – und spielte als nächstes in einer Shakespeare-Verfilmung. Seine Karriere erholte sich seitdem nicht mehr – bis ihn „Babel“-Regisseur Alejandro González Iñárritu für „Birdman“ besetzte und Keaton mit viel Selbstironie eine semibiografische Paraderolle spielen ließ. Doch Iñárritus vierfach oscargekröntes Meisterwerk lebt nicht nur von biografischen Bezügen auf seinen Hauptdarsteller. Der Regisseur beeindruckt auch mit stilistischer Virtuosität und wendet einen Kunstgriff an, den Hitchcock bereits 1948 in „Cocktail für eine Leiche“ erprobte: Der Zuschauer hat den Eindruck, als sei der gesamte Film in einer einzigen Einstellung ohne Schnitt gedreht. Die Dynamik entsteht ganz aus der rasanten Handkamera, die die Figuren ständig unruhig wie eine Fliege umkreist, sodass man die ausdrucksstarke Mimik der allesamt oscarnominierten Darsteller Keaton, Edward Norton und Emma Stone hautnah erlebt. Das Ergebnis ist ein berauschender Sog aus brillanten satirischen Dialogen, schwindelerregenden Kameraflügen und surrealen Einschüben, stets unterlegt von den brodelnden Jazzdrums von Antonio Sanchez. Doch über all dem schwebt Michael Keaton, dem es beeindruckend gelingt, einen gebrochenen Charakter zwischen Selbstüberschätzung und Selbstzweifeln, zwischen bemitleidenswerter Gestrigkeit und aufrichtiger Leidenschaft für seine Arbeit zu verkörpern. Höhepunkte in seinem Spiel sind die inneren Dialoge mit seinem Alter Ego „Birdman“, der ihm schon mal empfiehlt: „Wir hätten doch einfach das Angebot für diese Reality-Show annehmen sollen.“ Zum Glück blieb dieses Schicksal sowohl Riggan Thomson als auch Michael Keaton erspart.
„Ein Held, der bis auf die Knochen entblößt wird, der ganz auseinanderfallen muss, bevor er sich wieder zusammensetzen darf – ist das nicht immer schon ein Ideal des Erzählens? Michael Keaton jedenfalls stürzt sich in diesen Abgrund hinein, als ob es keine Rettung gäbe – und diese Bedingungslosigkeit ist es, die ihm am Ende Flügel verleiht.“ (sueddeutsche.de) „Die Bilder von Emmanuel Lubezki (Oscar für ‚Gravity‘), einem der zurzeit besten Kameramänner Hollywoods, heben und senken sich mit der Dramatik des Geschehens, man rast mit den Filmfiguren durch die engen, verschachtelten Gänge hinter der Bühne oder gleitet in langen Plansequenzen vor ihnen her. Durch geschickte Schnitte entsteht die Illusion eines einzigen Takes. Dazu hämmert antreibend ein perkussiver Soundtrack. Alles – Bilder, Personen, Rollen, Fiktion und Realität – dreht sich in diesem Flattern und Flirren um sich selbst.“ (Spiegel Online)

Der Kaufhaus Cop 2 (2015)

IMDb Wertung: 4.4/10 (Originaltitel: Paul Blart: Mall Cop 2)
Ab Sonntag, 07.02.2016 um 20:15 auf Sky Cinema, Sky Go und Sky On Demand

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Nach sechs Jahren Arbeit als Wachmann in einer Mall will sich Paul Blart (Kevin James) eine Auszeit in Las Vegas gönnen. Jedoch nicht zum Faulenzen: Paul besucht dort die Security Guard Expo, begleitet von seiner Teenager-Tochter Maya (Raini Rodriguez). Während des Kongresses wird Paul zufällig Zeuge eines gigantischen Raubs – und steckt plötzlich mitten in einer neuen Mission.

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So hat man Daniel Radcliffe noch nie im Film erlebt: Der ehemalige „Harry Potter“-Star gerät in „The F-Word“ in Beziehungsstress, spricht über Sex, statt Zauberformeln aufzusagen – und all das völlig ohne Spezialeffekte! Eine ungewohnte Rolle, in der Radcliffe sein Talent voll ausspielen kann – zumal er von starken Jungstars wie Zoe Kazan („Ruby Sparks – Meine fabelhafte Freundin“) und Adam Driver („Star Wars: Episode VII – Das Erwachen der Macht“) unterstützt wird. Die charmante Romantikkomödie über die Frage, ob Mann und Frau Freunde sein können, erinnert immer wieder an den 80er-Jahre-Klassiker „Harry und Sally“ – und überträgt das Thema clever auf das neue Jahrtausend und eine neue Generation.
„Der Ex-Harry Potter Daniel Radcliffe, einer der wenigen Kinderstars, die nach ihrer ersten Überrolle noch eine richtige Karriere haben, ist hier genau richtig. Das dürfte daran liegen, dass er – im Gegensatz zu manchem Teen-Kollegen – wirklich schauspielern kann.“ (Süddeutsche Zeitung)

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Quelle:  Sky Deutschland
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Birdman oder (die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit):© Twentieth Century Fox Film Corporation. All rights reserved;
Ex Machina:© Universal;
Still Alice – Mein Leben ohne gestern:© Splendid;
Jurassic World:© Universal Pictures and Amblin Entertainment, Inc.;
Die Trauzeugen AG:© 2015 Screen Gems, Inc. and LSC Film Corporation. All Rights Reserved.;
Pitch Perfect 2:© Universal Pictures;
The F-Word – Von wegen gute Freunde:© Senator Film;